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Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der Arabischen Kulturwochen,

zum 11. Mal finden jetzt die Arabischen Kulturwochen statt, und wie immer bildet das Programm die Vielfalt des nah- und mittelöstlichen Kulturraums ab. Die traurigen Ereignisse insbesondere in Syrien und im Irak bringen es mit sich, dass auch Gewalt, Vertreibung und Exil thematisiert werden. Dabei legen die Veranstaltungen den Schwerpunkt diesmal auf unser eigenes Land: Wie gehen wir eigentlich mit den Menschen um, die bei uns Zuflucht suchen? Wie fühlen, wie denken die Männer und Frauen, die für kürzere oder längere Zeit bei uns leben und Teil unserer Gesellschaft werden? Unsere Gesellschaft und auch unsere Kirchengemeinden werden in dieser Hinsicht bunter. Als Bischöfin komme ich häufig mit Flüchtlingen in Kontakt. Immer wieder stelle ich bei solchen Begegnungen fest, wie groß die Bereitschaft zur Integration ist. Und wen wundert’s: Kommen doch beispielsweise die syrischen Flüchtlinge aus einem multireligiösen Kontext, in dem verschiedene Kulturen bis zum Auftauchen des militanten Dschihadismus selbstverständlich in Frieden nebeneinander existierten. Wenn die Kulturwochen das Bewusstsein befördern, dass Vielfalt wünschenswert ist und eben nicht die Einfalt, dann haben sie ihr Ziel aus meiner Sicht erreicht. Ich wünsche den Veranstaltungen einen regen Zulauf und spannende Diskussionen!

Ihre Kirsten Fehrs

Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der evangelisch-lutherischen Nordkirche